
Berina Škrijelj
Berina Škrijelj ist Ärztin und befindet sich in der Facharztausbildung für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Ihre Arbeit verbindet klinische Medizin, Lehre, Jugendarbeit und gesellschaftliches Engagement. Besonders interessieren sie die Würde von Patientinnen und Patienten, ein gerechter Zugang zur Gesundheitsversorgung, medizinische Ethik sowie die Frage, wie Kommunikation und Institutionen die Erfahrung medizinischer Versorgung prägen. Neben der Medizin beschäftigt sie sich mit Fotografie und visuellem Erzählen.
Tekstovi autora
Zwanzig Minuten Menschsein
Was passiert, wenn Fremde einander für zwanzig Minuten nicht als politische Kategorien, Profile oder Angehörige der „anderen Seite“ betrachten und einfach gemeinsam tanzen? Eine Berliner Straßenperformance wirft eine viel größere Frage auf: Wie sehr brauchen Gesellschaften Orte, an denen Menschen einfach zusammen sein können, ohne zu streiten, etwas zu kaufen oder einen Feind zu brauchen?
Wir arbeiteten krank, um die Rente zu erreichen. Danach suchen wir nach dem Elixier der Jugend
Jahrelang galt es als verantwortungsvoll und pflichtbewusst, trotz Krankheit zur Arbeit zu gehen. Doch der Körper kennt keine Dienstjahre, und die Rente kann Gesundheit, Energie und verlorene Jahre nicht zurückgeben.
Der weiße Kittel und „Farm der Tiere“: Wer kümmert sich um diejenigen, die sich um uns kümmern?
Ärzte fragen jeden Tag andere Menschen, wie es ihnen geht, während ihre eigene Erschöpfung, Krankheit und emotionale Belastung oft unausgesprochen bleiben. Anhand persönlicher Erfahrungen und Orwells Boxer fragt der Text, wie lange Selbstaufopferung als berufliche Tugend gelten kann, bevor sie für den Menschen im weißen Kittel zur Belastung wird.
„Schweig, das war schon immer so“: Wie die Ausbeutung junger Ärzte zur Regel wurde
Medizin wird jungen Menschen weiterhin als Berufung vermittelt, während das System von ihnen erwartet, zu schweigen, ohne Sicherheit zu arbeiten und Würde wie eine Belohnung abzuwarten.