Menschenrechte

Recht auf eine gesunde Umwelt

Das Recht jedes Menschen, in einer Umgebung zu leben, die seine Gesundheit, Würde und die Zukunft seiner Gemeinschaft nicht gefährdet.

Was bedeutet dieses Recht?

Das Recht auf eine gesunde Umwelt bedeutet, dass jeder Mensch das Recht hat, an einem Ort zu leben, der seine Gesundheit, Sicherheit und Würde nicht gefährdet. Dieses Recht betrifft nicht nur die Natur. Es betrifft auch die Frage, wer Entscheidungen trifft, wer die Folgen trägt und ob Menschen das Recht haben zu wissen, was in ihrer Umgebung geschieht.

Es umfasst das Recht auf saubere Luft, sicheres Wasser, unbelasteten Boden, den Schutz der Natur, Zugang zu Informationen, öffentliche Beteiligung an Entscheidungsprozessen und die Möglichkeit, Verantwortung einzufordern, wenn die Umwelt bedroht ist.

Warum ist es wichtig?

Dieses Recht ist wichtig, weil Verschmutzung, Umweltzerstörung und intransparente Entscheidungen nicht alle Menschen gleich treffen. Oft leiden lokale Gemeinschaften, ärmere Bürgerinnen und Bürger, Kinder, ältere Menschen, Arbeiterinnen und Arbeiter sowie Menschen ohne politische oder gesellschaftliche Macht zuerst darunter.

Wenn die Umwelt bedroht ist, sind auch Gesundheit, Zuhause, Arbeit, Sicherheit, die Zukunft der Kinder und das Gefühl bedroht, dass Menschen über den Ort, an dem sie leben, mitentscheiden dürfen. Deshalb ist das Recht auf eine gesunde Umwelt kein Zusatz zu anderen Rechten. Es ist der Punkt, an dem Natur, Würde und Gerechtigkeit zusammenkommen.

Alltagsbeispiele

Dieses Recht zeigt sich, wenn Bürgerinnen und Bürger Informationen über Luftqualität, Wasser, Boden oder Projekte verlangen, die ihre Gesundheit und den Ort, an dem sie leben, beeinflussen können.

Es zeigt sich, wenn eine lokale Gemeinschaft eine öffentliche Debatte über ein Bergwerk, eine Fabrik, eine Deponie, Waldrodung oder ein Bauprojekt fordert, das einen natürlichen Raum verändert. Es zeigt sich auch, wenn Menschen fragen, warum Entscheidungen ohne sie getroffen werden, obwohl sie selbst die Folgen am stärksten tragen werden.

Alltägliche Beispiele sind verschmutzte Stadtluft, ein Fluss, der sich durch Abfälle verfärbt, Lärm und Staub aus der Industrie, unkontrollierte Waldrodung, unklare Genehmigungen für Projekte, eine Schule oder ein Haus in der Nähe eines Verschmutzers sowie Situationen, in denen Institutionen nicht auf Fragen der Bürgerinnen und Bürger antworten.

Rechtsgrundlage

Die rechtliche Grundlage dieses Rechts findet sich in verfassungsrechtlichen Garantien, in Gesetzen zum Umweltschutz, im Recht auf Zugang zu Informationen, im Recht der Öffentlichkeit auf Beteiligung an Entscheidungsprozessen und im Recht auf rechtlichen Schutz, wenn die Umwelt bedroht ist.

In Serbien ist dieses Recht mit der Verfassung der Republik Serbien, den Gesetzen zum Umweltschutz, der Umweltverträglichkeitsprüfung, dem Zugang zu Informationen von öffentlicher Bedeutung und der Verpflichtung der Institutionen verbunden, das öffentliche Interesse, die menschliche Gesundheit und natürliche Ressourcen zu schützen.

Rahmen in Serbien

In Serbien ist das Recht auf eine gesunde Umwelt mit der Verfassung der Republik Serbien, den Gesetzen zum Umweltschutz, dem Zugang zu Informationen von öffentlicher Bedeutung, der Umweltverträglichkeitsprüfung und dem Recht der Bürgerinnen und Bürger verbunden, an Entscheidungen über Projekte teilzunehmen, die ihr Leben und ihre Gesundheit beeinflussen können.

Dieses Recht ist besonders wichtig, wenn Bergbau-, Industrie-, Energie- oder Infrastrukturprojekte geplant werden, die den Raum verändern, in dem Menschen leben. Institutionen sind verpflichtet, das öffentliche Interesse, die menschliche Gesundheit und natürliche Ressourcen zu schützen, und nicht nur Verfahren formal durchzuführen.

Internationaler Rahmen

Auf internationaler Ebene ist das Recht auf eine gesunde Umwelt mit dem Recht auf Leben, dem Recht auf Gesundheit, dem Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens, dem Recht auf Information, öffentlicher Beteiligung und Zugang zur Justiz verbunden.

Einen wichtigen Rahmen bilden Dokumente und Standards der Vereinten Nationen, des Europarats und des europäischen Menschenrechtsschutzsystems. Besonders wichtig ist die Aarhus-Konvention, weil sie Umweltschutz mit dem Recht der Bürgerinnen und Bürger verbindet, informiert zu werden, an Entscheidungsprozessen teilzunehmen und rechtlichen Schutz zu suchen, wenn diese Rechte bedroht sind.