Uroš ist ausgebildeter Programmierer und arbeitet beruflich in diesem Bereich, hat jedoch einen wesentlichen Teil seines öffentlichen Engagements Menschenrechten, Demokratie und gesellschaftlicher Teilhabe gewidmet. Er absolvierte sowohl sein Bachelor- als auch sein Masterstudium der Informatik an der Fakultät für Elektrotechnik der Universität Niš mit herausragenden akademischen Leistungen. Während eines Forschungspraktikums an der Universität Jaén beschäftigte er sich mit dem Einsatz künstlicher Intelligenz zur Erkennung von Falschinformationen. Zweimal erhielt er das Dositeja-Stipendium des serbischen Fonds für junge Talente und gehörte zu den besten Studierenden seines Jahrgangs.

Sein Interesse an Technologie verband sich zunehmend mit Fragen der Demokratie, von Wahlprozessen, Bürgerrechten und Verantwortung im digitalen Raum. Er wurde als Wahlkontrolleur ausgebildet und war bei Parlamentswahlen in Serbien tätig. In seiner Forschungs- und Aktivismusarbeit beschäftigte er sich mit politischer Partizipation, Desinformation, Hassrede, den Rechten marginalisierter Gemeinschaften, nachhaltiger Entwicklung, LGBTQ-Rechten, Übergangsjustiz und psychischer Gesundheit.

Seine journalistische und dokumentarische Arbeit verbindet persönliche Erfahrung, Feldarbeit und Gesellschaftskritik. Er absolvierte ein journalistisches Praktikum bei Deutsche Welle im Rahmen des Programms The Peace Broadcasters, bei dem sein Artikel den ersten Preis erhielt. Darüber hinaus entwickelt er das Dokumentar- und Videoprojekt „Sloboda ili Ništa“, in dem er gesellschaftliche und politische Themen untersucht. Als Produzent arbeitete er an den Dokumentarfilmen „The Story of the Walls“ und „Ako imaš gazdu – treba ti sindikat“ und war an einem Kurzfilm über Couchsurfing und zwischenmenschliche Solidarität beteiligt.

Ein wichtiger Teil seines Engagements gilt dem Antifaschismus und dem Kampf gegen Hassrede. Nach eigenen Erfahrungen mit politisch motivierter Gewalt setzte er seine Forschung zu Hassrede im öffentlichen Raum fort und beteiligte sich an Initiativen zur Entfernung von Hassbotschaften und zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Darüber hinaus nahm er an Programmen der Youth Initiative for Human Rights zu Vergangenheitsaufarbeitung, Versöhnung und regionaler Zusammenarbeit teil.

Seine Arbeit umfasst außerdem Jugendpolitik, Kultur und non-formale Bildung. Er gehörte zum kuratorischen Team der Ausstellung „Fake Banksy – The Real Message“, wirkte an ihrer internationalen Weiterentwicklung mit und arbeitete mit zahlreichen zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammen. Er absolvierte Weiterbildungen in Jugendarbeit, Projektmanagement, Antragstellung, Gewaltfreier Kommunikation und Konflikttransformation.

Zudem ist er Programmdirektor von NOVA SPONA – Zentrum für gesellschaftliche Initiativen. Seiner Arbeit liegt die Überzeugung zugrunde, dass Technologie weder von sich aus progressiv noch demokratisch ist. Ihr gesellschaftlicher Wert hängt davon ab, wer sie kontrolliert, wie sie eingesetzt wird und ob sie Freiheit, Gleichheit und Verantwortlichkeit fördert.