Minja Petrović ist Forscherin im Bereich Bildungspolitik, deren Arbeit Bildung, Erwachsenenentwicklung und umfassendere gesellschaftliche Veränderungen miteinander verbindet. Sie absolvierte ihr Studium an der Indiana University und beschäftigte sich am Russian and East European Institute (REEI) mit Bildungspolitik in postsozialistischen Gesellschaften.
In ihrer akademischen Arbeit untersucht sie die Transformation von Bildungssystemen nach dem Sozialismus, insbesondere die Auswirkungen neoliberaler Reformen auf Universitäten, die Stellung von Studierenden und das Verhältnis zwischen Bildung und Arbeitsmarkt. Zu ihren Interessengebieten gehören der Bologna-Prozess, Hochschulautonomie, Bildungspolitik sowie die Situation junger Menschen in Serbien und der Region.
Besonders interessiert sie die Frage, was geschieht, wenn Bildung nicht mehr in erster Linie als öffentliches Gut verstanden wird, sondern zunehmend nach den Logiken von Markt, Beschäftigungsfähigkeit und individuellem Wettbewerb bewertet wird. In diesem Zusammenhang untersucht sie auch die breiteren gesellschaftlichen Folgen der Veränderungen im Hochschulbereich, darunter den Zugang zu Bildung, institutionelle Autonomie und die Möglichkeiten junger Menschen zur demokratischen und gesellschaftlichen Teilhabe.
Beruflich ist sie im Bereich Lernen und Entwicklung von Erwachsenen tätig und beteiligt sich an der Konzeption und Umsetzung von Bildungsprogrammen, Kompetenzbewertungen und Führungskräfteentwicklung. Sie arbeitet an Trainingsprogrammen und Akademien zur Entwicklung von Management- und Kommunikationskompetenzen sowie an der Verbesserung von Qualitätsstandards in Bildung und beruflicher Weiterbildung.
Ihre Interessen verbinden Bildungspolitik, die Transformation von Universitäten, die Stellung junger Menschen in heutigen kapitalistischen Gesellschaften und das Verhältnis zwischen Bildung, Arbeit und Demokratie. Bildung versteht sie nicht nur als Prozess des Erwerbs von Wissen und Fähigkeiten, sondern auch als einen Raum, in dem soziale Ungleichheiten, berufliche Chancen und die Fähigkeit zur demokratischen Teilhabe geprägt werden.