Elena Čavlin hat einen Abschluss in Politikwissenschaft und absolviert derzeit ein Masterstudium im Bereich „Politische Institutionen, öffentliche Verwaltung und öffentlicher Sektor“ an der Fakultät für Politikwissenschaften. Ihre berufliche und aktivistische Arbeit konzentriert sich auf Menschenrechte, politische Teilhabe, soziale Gerechtigkeit und Jugendpolitik. Durch ihr Engagement in Organisationen und Initiativen wie CPE, NKD, KOMS, Popularna demokratija, Klara i Rosa und dem Belgrader Zentrum für Menschenrechte beschäftigte sie sich mit Peer-Education, politischer Teilhabe, Arbeits- und Frauenrechten sowie sozioökonomischen Ungleichheiten.
Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf jungen Menschen und der Stärkung demokratischer Kultur auf nationaler wie lokaler Ebene, insbesondere in ihrer Heimatstadt Subotica. Das Aufwachsen in einer multiethnischen Stadt hat ihr Verständnis von Demokratie geprägt. Sie betrachtet Demokratie nicht als abstrakten politischen Begriff, sondern als alltägliche Praxis des Dialogs, der Aushandlung und des Zusammenlebens in Vielfalt.
Als Autorin und Forscherin beschäftigt sie sich mit Themen, die politische Entscheidungsprozesse mit dem Alltag der Bürgerinnen und Bürger verbinden. Besonders interessieren sie öffentliche Haushalte und die politischen Prioritäten, die sich darin widerspiegeln: wie viel in öffentliche Gesundheit und Bildung investiert wird, wie Arbeitsbedingungen gestaltet sind, was ein Einkommen bedeutet, von dem Menschen würdevoll leben können, und wer tatsächlich Zugang zu gesellschaftlichen Ressourcen hat. Darüber hinaus beschäftigt sie sich mit politischem Verhalten, insbesondere damit, wie Menschen politische Entscheidungen treffen, was ihre Einstellungen prägt und was sie dazu bewegt, bestimmte politische Optionen zu unterstützen.
Durch ihre Erfahrung in der Zivilgesellschaft arbeitete sie insbesondere zu Jugendbeteiligung, lokaler politischer Teilhabe junger Menschen, Arbeitspraktiken und der allgemeinen gesellschaftlichen Stellung junger Menschen. In ihrer Arbeit versucht sie, Themen miteinander zu verbinden, die häufig getrennt behandelt werden, darunter öffentliche Politik, wirtschaftliche und soziale Ungleichheit, Arbeitsrechte, Bildung, öffentliche Gesundheit und politische Teilhabe.
Diesen Themen nähert sie sich aus feministischer Perspektive und untersucht, wie politische Entscheidungen und gesellschaftliche Systeme unterschiedliche Gruppen auf unterschiedliche Weise betreffen, wie bestehende Ungleichheiten reproduziert werden und wessen Bedürfnisse bei der Gestaltung öffentlicher Politik unsichtbar bleiben.